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29. SEPTEMBER – 2. OKTOBER 2022

29. SEPTEMBER – 3. OKTOBER 2022

Hendrik Jungen / Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)

Im internationalen Vergleich wurde das Potential von AMS in Deutschland eher spät erkannt. Als der politische Diskurs letztendlich begann, wurde noch relativ lange über das Für und Wider diskutiert.

Alle Mann von Bord!

Die Möglichkeit, Schiffe autonom fahren zu lassen, wird schon seit vielen Jahrzehnten diskutiert. In Bezug auf autonome Routenoptimierung, einem verbesserten Verhältnis von Gesamtgewicht zu Ladung durch wegfallende Decksaufbauten und Crewinfrastruktur und einem möglichen Modal Shift von Land zu Wasser durch kleinere Einheiten, könnten sie einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Schifffahrt leisten.

Im internationalen Vergleich wurde das Potenzial von AMS in Deutschland eher spät erkannt. Als der politische Diskurs letztendlich begann, wurde noch relativ lange über das Für und Wider diskutiert. Erst in 2020 kam dann das klare Bekenntnis der Bundesregierung zur Entwicklung und Förderfähigkeit von AMS und somit drei bis vier Jahre nachdem andere Länder bereits Testgebiete eingerichtet hatten und sich voll in der Entwicklung von AMS befanden. Obwohl Deutschland als Hochtechnologieland mit einer international führenden Spezialschiffbaubranche grundsätzlich das Potential einer Technologieführerschaft im Bereich von AMS hat, ist fragwürdig, ob der enorme Entwicklungsvorsprung von anderen Ländern noch aufholbar ist.

Ich bin sehr gespannt, wie sich Politik und Wirtschaft in den kommenden Jahren im Bereich der AMS positionieren werden und freue mich auf einen intensiven Austausch auf dem Deutschen Schifffahrtstag.

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